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    Gesundheitsmaßnahmen für Indien

    indien-apothekeerlebe-fernreisen ist bemüht, die Aktualität und Korrektheit der folgenden Informationen zu gewährleisten. Wir raten Ihnen jedoch immer auch selbst Kontakt mit einer medizinischen Stelle aufzunehmen, um sich kompetent und aktuell zu Gesundheitsfragen beraten zu lassen.

    Indien ist ein tropisches Land und daher ist das Risiko zu erkranken höher als Zuhause. Das feuchtwarme Klima ist ein guter Nährboden für Krankheitserreger. Obwohl das Risiko, krank zu werden, nicht übertrieben werden darf und sicherlich nicht Ihrer Reiselust im Weg stehen sollte, empfehlen wir Ihnen, sich gut vorzubereiten und auch vor Ort bewusst mit den Gesundheitsrisiken umzugehen.

    Bitte lesen Sie sich auch die Hinweise zur Höhenkrankheit durch, wenn Sie ins Gebirge im Nordwesten und Nordosten Indiens reisen.

    Gesundheitsmaßnahmen vor der Reise

    Gesundheit vor Ort

    Gesundheit nach der Heimkehr

     

    Gesundheitsmaßnahmen vor der Reise

    Nehmen Sie vor der Reise Kontakte mit einer medizinischen Instanz wie zum Beispiel Ihrem Hausarzt, Apotheker oder dem Tropeninstitut auf. Eine Last-Minute-Reise nach Indien ist für einen gesunden Menschen unproblematisch. Wir empfehlen Ihnen eine Kopie Ihres Impfpasses mitzunehmen, falls Sie einen besitzen.


    Informative Webseiten:

    Institut für Tropenmedizin Berlin, www.tropeninstitut.charite.de
    Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin, www.bni.uni-hamburg.de
    Abt. Infektions- und Tropenmedizin der Ludwig-Maximilians-Universität München, www.tropinst.med.uni-muenchen.de
    Den reisemedizinischen Infoservice mit viele Ratschlägen und Tipps finden Sie unter www.fit-for-travel.de

    Nachstehend geben wir Ihnen bündige Informationen über oft vorkommende Krankheiten, die sich auf den gesunden, nicht-schwangeren Reisenden, der nicht länger als 1 Monat bleibt, richten. Stellen Sie selber sicher, dass Sie aktuelle Informationen für Ihre eigene Situation erhalten.

    Malaria
    Malaria kommt das ganze Jahr über in Indien vor. Es gibt jedoch je nach Gebiet und Jahreszeit große Unterschiede. Ob Sie eine Prophylaxe benötigen, hängt also auch von Ihrem Reiseplan ab. Wir empfehlen Ihnen, sich von einer der erwähnten medizinischen Instanzen hierüber aufklären zu lassen. Eine Prophylaxe ist ein relativ schweres Mittel, man sollte sich das vorher gründlich überlegen.

    Neben der Prophylaxe ist immer wichtig, risikobeschränkende Maßnahmen zu treffen: abends Arme, Beine und Füße bedecken, ein Mückenmittel mit DEET und ein Mückennetz benutzen. In klimatisierten Hotels brauchen Sie meistens kein Mückennetz, während dieses in manchen Lehmhütten und Dschungellodges ratsam ist. Wenn Sie ganz sicher gehen wollen, kaufen Sie sich vorab ein Mückennetz, das bestenfalls mit einem mückentötenden Mittel imprägniert ist. Sorgen Sie auch dafür, dass Sie etwas dabei haben um das Mückennetz aufzuhängen, zum Beispiel ein Tau und einen Haken oder Korkenzieher (wie bei einem Schweizer Taschenmesser). Ab einer Höhe von 1500 Meter ist keine Malariaprophylaxe notwendig.

    Impfungen
    Impfungen gegen DTP (Diphtherie, Tetanus und Polio, ca. 10 Jahre gültig) und Hepatitis A werden empfohlen. DTP haben die meisten Menschen bereits in ihrer Jugend erhalten. Nach einer Wiederholungsspritze brauchen Sie sich darum erst mal nicht mehr zu kümmern.

    Die reguläre Hepatitis A Impfung hat eine begrenzte Wirkungsdauer, darum muss sie kurz vor die Reise verabreicht werden. Wenn Sie häufiger oder für längere Zeit in Länder reisen, in denen Hepatitis A vorkommt, können Sie erwägen eine Langzeit-Impfung zu nehmen, wie zum Beispiel Havrix. Denken Sie allerdings daran, dass diese Impfstoffe teuer sind und nach 6 Monaten eine Wiederholungsimpfung durchgeführt werden muss.

    Auch eine Impfung gegen Bauchtyphus wird empfohlen, außer wenn Sie kürzer als 2 Wochen reisen. Die Impfung gegen Gelbfieber wird nur empfohlen, wenn Sie vor Ihrer Indienreise in einem Gelbfieber-Infektionsgebiet waren.

    Dengue-Fieber und Japanische B-Encephalitis
    Da beide Krankheiten durch Mücken übertragen werden, können Sie dieselben Vorsorgemaßnahmen treffen wie bei Malaria. Für mehr Informationen wenden Sie sich an ein Tropeninstitut. Gegen Denguefieber gibt es keinen Impfstoff, wohl aber gegen die Japan-B-Encephalitis. Diese Impfung wird nur empfohlen, wenn Sie länger als 6 Monate nach Asien reisen.

    Weitere Vorbereitungen
    Sie können ein Erste-Hilfe-Set selbst zusammenstellen oder kaufen. Ihr Apotheker berät Sie dahingehen sicher gerne. Entsprechende Bücher geben Ihnen ebenfalls Tipps und Ratschläge zu diesem Thema. Auch beim Tropeninstituten werden oft solche Bücher verkauft, ebenso wie Erste-Hilfe-Sets.

    Wenn Sie regelmäßig Medikamente nehmen, nehmen Sie den Beipackzettel mit, so dass kein Zweifel aufkommt, dass Sie ein Drogenkonsument sein könnten. Sorgen Sie auch dafür, einen extra Vorrat mitzunehmen, sodass Sie nicht verzweifelt in den Apotheken vor Ort nach einem passenden Mittel suchen müssen, wenn Sie etwas verlieren. Nehmen Sie auch eine englische Bescheinigung Ihres Arztes mit, in dem die Medikamentenverordnung bestätigt wird.

    Eventuell können Sie auch ein sauberes Set von Spritzen und Nadeln mitnehmen. Denken Sie auch hierbei an ein ärztliches Attest.

    Wenn Sie eine Brille oder Kontaktlinsen tragen, sollten Sie die Spezifizierung Ihres Optikers mitnehmen, oder eine extra Brille bzw. ein Paar Kontaktlinsen. Für Schnorchler/Taucher werden bei den Tauchläden/Tauchschulen Tauchbrillen mit Korrektur verkauft oder verliehen.

     

    Gesundheit vor Ort

    Neben Beachtung der für Ihre Situation passenden Impfungen und notwendigen Vorsorgemaßnahmen ist es natürlich wichtig zu verhindern, dass Sie vor Ort krank werden. Seien Sie sehr aufmerksam und wenn Sie Zweifel bezüglich einer möglichen Erkrankung haben, konsultieren Sie vor Ort einen Arzt.

    Jet lag
    „Jetlag“ ist das Durcheinanderbringen Ihrer „biologischen Uhr“, unter Anderem des Schlaf-Wach-Rhythmus, das durch den Flug über mehrere Zeitzonen entsteht. Die ersten Tage nach dem Flug muss sich der Körper an den neuen Biorhythmus gewöhnen, dadurch können Sie sich müde oder benommen fühlen.

    Tipps zur Überwindung des Jetlags: Trinken Sie im Flugzeug ein wenig Kaffee oder Alkohol und verlangen Sie nach Ankunft die ersten zwei, drei Tage nicht zuviel von sich. Weiterhin ist es empfehlenswert, sich so schnell wie möglich an den neuen Schlafrhythmus zu gewöhnen – meistens schlafen wir nach der Ankunft ein paar Stunden und bleiben dann bis zur Schlafenszeit wach.

    Diarrhö (Durchfallerkrankungen)
    Veränderung des Rhythmus, Klima und Nahrung (vor allem scharfes Essen) können Ihre Verdauung durcheinander bringen. Solange diese Erscheinung ohne weitere Nebenwirkungen auftritt, gönnen Sie sich am besten ein wenig Ruhe und sorgen Sie dafür, dass Sie genug trinken. Wenn Sie reisen müssen, können Sie auch Loperamide einnehmen. Dieses Mittel legt die Peristaltik (natürliche Bewegung der Därme) lahm, sodass es scheint, als wenn die Diarrhö vorbei ist. Gebrauchen Sie es aber nur, wenn Sie nicht häufig zur Toilette gehen können, also zum Beispiel wenn Sie reisen müssen. Sollte die Diarrhö länger als zwei Tage anhalten, oder Nebenerscheinungen wie Fieber, Blut im Stuhlgang oder andere Dinge auftreten, nehmen Sie Kontakt auf zu einem Arzt.

    Vorsorge gegen Diarrhö
    Trinken Sie nur Wasser aus abgeschlossenen/versiegelten Flaschen oder Dosen, oder Getränke, die aus gekochtem Wasser zubereitet wurden, wie Tee oder Kaffee. Eiswürfel sind am vertrauenswürdigsten, wenn es runde Kugeln mit Löchern in der Mitte sind. Fruchtsaft ist nur sicher, wenn kein Wasser zugesetzt wurde.

    Nahrung, vor allem Fleisch und Fisch, muss gründlich gekocht sein. Von westlichen Salaten, die in Salat-Bars oder teuren Hotels gebräuchlich sind, ist im Allgemeinen abzuraten. Gegen alle Erwartung ist es im Allgemeinen sicher, in Straßenläden zu essen. Essen Sie hauptsächlich dort, wo viel Betrieb ist: die Umlaufgeschwindigkeit, mit der die Mahlzeiten zubereitet und gegessen wird, ist dann hoch, was der Hygiene zu Gute kommt. Auch Restaurants bei denen Sie gut sehen können, dass es sauber ist, sind anzuraten. Was die Straßenläden betrifft, ist es ratsam, später am Tag kein Fleisch mehr zu essen, dies hat dann manchmal den ganzen Tag in ungekühltem Zustand gelegen.

    Bilharziose
    Vermeiden Sie diese durch kleine Würmer übertragene Infektion, indem Sie nicht in stillstehenden Wasser schwimmen.

    Noch ein paar (semi-)medizinische Tipps:

    Hautpflege     
    Nehmen Sie kleine Wunden in den Tropen ernst. Beobachten und desinfizieren Sie sie und kleben Sie tagsüber eventuell ein Pflaster drauf. Kratzen Sie Mückenstiche nicht auf.

    Schützen Sie Ihre unbedeckte Haut immer mit einer Sonnencreme mit hohem Sonnenschutzfaktor, auch in der Regenzeit. Lassen Sie beim Schnorcheln ruhig Ihr T-Shirt und Ihre (kurze) Hose an!! (Wir machen das auf jeden Fall immer so).

    Tragen Sie keine grell gefärbte oder schwarze Kleidung und kein starkes Parfüm, Deo oder Aftershave, um stechende Mücken auf Distanz zu halten. Wenn Sie schnell Hautirritationen bekommen ist es am Besten, Kleidung aus Baumwolle oder Leinen zu tragen; darin schwitzen Sie nicht so schnell. Sie können sich eventuell nach der morgendlichen Reinigung einpudern, um Ausschlag zu vermeiden (prickly heat).

    Sonnenstich                                                                                                                                                                             
    Vermeiden Sie einen Sonnenstich, indem Sie einen Hut oder Ähnliches und eventuell eine Sonnenbrille tragen. Sorgen Sie dafür, dass Sie immer eine Flasche Wasser zur Hand haben, vor allem, wenn Sie in die Natur unterwegs sind und nicht schnell Trinkwasser zur Verfügung steht.
    Vermuten Sie einen Sonnenstich (bekommen Sie Schwindelgefühle oder Kopfschmerzen): Trinken Sie etwas, setzen Sie sich in den Schatten und bleiben Sie wenn möglich dort. Auch die Einnahme von Vitaminpräparaten, insbesondere Vitamin-B – ist empfehlenswert, denn auf dem Subkontinent werden Sie einige Nahrungsmittel, an die Sie gewöhnt sind,  eher selten essen, wie zum Beispiel Vollkornbrot und (Butter-)Milch. Achten Sie darauf, dass Vitamin-B nur in bestimmten Mengen genommen werden darf.

    Höhenkrankheit
    Wenn Sie ins Gebirge im Nordwesten oder Nordosten Indiens reisen, kann es sein, dass Sie etwas höhen-krank werden. Bitte lesen Sie sich deshalb die Informationen und Vorbeugemaßnahmen bezüglich der Höhenkrankheit durch.

     

    Gesundheit nach der Heimkehr

    WICHTIG!
    Wenn Sie nach Ihrer Rückkehr (und das kann unter Umständen Monate später sein), Fieber, Magen- bzw. Darmbeschwerden oder weitere Beschwerden, die Sie nicht mit einer bestimmten Ursache in Verbindung bringen können: Nehmen Sie Kontakt mit Ihrem Hausarzt auf und melden Sie, wie lange und wo Sie in Indien waren und was Sie dort Unternommen haben. Wenn Sie viel Kontakt mit der lokalen Bevölkerung hatten, ist es vernünftig, einen Tbc-Test machen zu lassen.

    Einen gesunden und erholsamen Urlaub in Indien wünscht Ihr erlebe-indien Team.